Die „wahre US-Inflation“ ist stark rückläufig!

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Der bevorzugte Inflationsindikator der Fed, die PCE-Inflation, wurde in der vergangenen Woche aktualisiert und bestätigte die Wiederaufnahme der Disinflation nach zwei zuletzt günstigen CPI-Veröffentlichungen. Sowohl PCE als auch CPI zeigen damit, dass sich das Preisregime in den USA erneut in Richtung des bekannten Fed-Ziels von 2% bewegt. Dieses Ziel muss zwingend erreicht werden, damit die Fed die Senkung des Leitzinses (Federal Funds Rate) wieder aufnehmen und so die Wirtschaft sowie die Aktienmärkte unterstützen kann.

Hier einige zentrale fundamentale Beobachtungen zur US-Inflation:

• Die US-Inflation hat nach mehreren Monaten der Stagnation um 3% wieder Kurs auf 2% genommen

• Die reale US-Echtzeitinflation (laut Truflation) fällt derzeit deutlich, nachdem sie unter 2% gesunken ist. Dieser Rückgang der „wahren“ Inflation könnte sich bis Ende des ersten Quartals 2026 in den offiziellen Daten widerspiegeln

• Eine Rückkehr zum 2%-Ziel ist zwingend erforderlich, bevor eine Anpassung des Inflationsziels der Fed in Erwägung gezogen werden kann (z. B. ein Korridor von 1,5%–2,5% statt exakt 2%)

• Eine Rückkehr zum 2%-Ziel ist ebenfalls Voraussetzung, um gegebenenfalls die Aktivierung des Fed Put zu ermöglichen




Der nächste Fed-Vorsitzende dürfte in jedem Fall von einem deutlich günstigeren Preisumfeld profitieren als Jerome Powell.
syot kilat

Truflation untermauert diese Diagnose sehr deutlich. Nach einer Phase der Stagnation bei etwa 2,5–2,7% im Sommer und Herbst ist die Echtzeit-PCE-Inflation seit Jahresende stark eingebrochen, rasch unter 2% gefallen und liegt nun bei rund 1,5%. Diese Entwicklung ist besonders bedeutend, da sie nicht nur eine Rückkehr zum Ziel signalisiert, sondern auch ein mögliches vorübergehendes Unterschreiten.

Ein solcher schneller Rückgang ist typisch für fortgeschrittene Disinflationsphasen, in denen verzögerte Komponenten wie Wohnkosten und bestimmte Dienstleistungen die vergangene wirtschaftliche und monetäre Abschwächung endlich widerspiegeln. Mit anderen Worten: Die beobachtete Disinflation ist nicht mehr marginal oder fragil, sondern beginnt, sich selbst zu tragen.

Sollte sich dieser Trend bestätigen, dürften die offiziellen PCE-Daten des BEA in den kommenden Monaten schrittweise auf dieses Niveau konvergieren, was die Glaubwürdigkeit einer deutlich lockereren Geldpolitik im Jahr 2026 stärken würde. In diesem Szenario würde die Fed wieder über erheblichen Handlungsspielraum verfügen — sowohl zur Unterstützung der Wirtschaft als auch zur Stabilisierung der Finanzmärkte bei Stress.

Zusammengefasst stellt der aktuelle Rückgang der „wahren US-Inflation“ ein wichtiges makroökonomisches Signal dar: Der Kampf gegen die Inflation ist nahezu gewonnen, und das geldpolitische Regime des kommenden Jahrzehnts könnte auf deutlich günstigeren Grundlagen beginnen.






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